Wie bildet man sich eine "eigene" Meinung. Wissen Sie denn noch, wem und was Sie heute glauben sollen? Wo hört Berichterstattung auf und wo beginnt Meinungsmache?

Fragen, die im Zusammenhang mit Wirschaft und Poltik vielleicht berechtigt erscheinen. Aber wie sieht es mit unserem Weltbild aus? Mit unserem Wissen über die Geschichte? Eine Lüge wird - wenn man sie nur oft genug wiederholt - schnell zur Wahrheit. Und ebenso wird aus einer Theorie, wenn man sie Jahrhunderte vorträgt, irgendwann einmal ein Fakt. Nicht auf dem Papier, aber in den Köpfen der Menschen.

So ist es auch mit den ägyptischen Pyramiden: Da sich seine Gelehrten nicht einig wurden, erließ Napoleon einst ein Dekret, dass noch heute dogmatisch gilt: Die Pyramiden waren Grabmäler für die ägyptischen Pharaonen.

Tatsache ist jedoch, dass es sich dabei nach wie vor nur um eine Theorie handelt, die - das liegt in der Natur einer Theorie - nicht bewiesen ist. Dennoch haben die meisten Menschen eben diese Theorie inzwischen als Wahrheit akzeptiert und andere Ansätze haben es denkbar schwer, den Sprung in die "seriöse" Meinungswelt zu schaffen. Warum? Ist in unserer modernen Welt kein Platz für Geheimnisse? Akzeptieren wir lieber eine Theorie als Wahrheit, um uns nicht eingestehen zu müssen, dass wir etwas nicht verstehen?

Die „Cheops-Lüge“: eine spannende Entdeckungsreise mit Stefan Erdmann und Jan van Helsing.