Weltuntergang – na und?
Warum denken die meisten beim Thema „Weltuntergang“ eigentlich immer an etwas Schlimmes?
Wahrscheinlich, weil sie am Gewohnten festhalten. Das, was man kennt, erscheint einem wenigstens erträglich. Man wiegt sich in der Komfortzone in Sicherheit. Diese Welt, deren Untergang man fürchtet, soll beschützt und behütet werden. Auch wenn sie langfristig den eigenen Untergang bedeutet.
Was aber, wenn diese Welt zum Scheitern verurteilt ist? Wäre es dann nicht vernünftig zu sagen:
„Je schneller sie untergeht, desto besser?“ Das Alte muss sterben, damit das Neue geboren werden kann! Und an diesem Punkt steigen die meisten schon aus, weil sie keine Ahnung davon haben, wie das Neue aussehen soll. Es fehlt ihnen die Vorstellungskraft und vor allem der Mut. Beides ist verschüttet und vergraben in all den persönlichen Lebenserfahrungen und dem vorgegaukelten Weltgeschehen aus den Medien.
Spätestens jetzt erwachen die Pioniere der Zukunft zum Leben. Auch wenn sie noch nicht wissen, wie diese Zukunft genau aussieht, haben sie ein inneres Wissen um sie. Weil sie die Aufstiegs- und Abstiegszyklen schon erlebt haben und diese in ihren Zellen, ihrer DNA gespeichert sind. Die Vorreiter fühlen, dass der Aufstieg bevorsteht und ihm einige kleine beziehungsweise ein großer Kataklysmus vorausgeht. Dabei geht es nicht nur um Naturkatastrophen und Sonneneruptionen, sondern vor allem um Bewusstseins-Sprünge, Zeitachsenwechsel und damit einhergehende politische Offenlegungen.
Alles, was bisher für wahr gehalten wurde, wird auf einmal umgekehrt. Wahrheit wird als Lüge entlarvt und vermeintliche Lügen sind nun glasklar die Wahrheit. Den Stecker aus der falschen Matrix zu ziehen, hat allerdings immer zur Folge, dass man in eine neue Realität zu fallen scheint. Es fühlt sich an, als würde einem nicht mehr gefallen, was man früher geliebt hat. Man verliert das Interesse am Bewährten. Das Essen, das man genoss, schmeckt nicht mehr. Man hört nicht mehr die Musik von früher. Was oft schmerzt, ist das Gewahrwerden darüber, dass die Leute, mit denen man sich bis dato umgab, einen immer mehr langweilen. Umgekehrt ist es auch so: Man funktioniert einfach nicht mehr so, wie sie einen kennen. Also wenden sie sich ab oder verhalten sich so seltsam, dass sich die Wege einfach trennen. Das kann im ersten Moment traurig machen.
Meine herzliche Empfehlung: Mach dir keine Sorgen, du bist nicht deprimiert, auch wenn es sich so anfühlen mag. Du hast einfach keine Resonanz mehr auf die alte Welt. Der Übergang kann Stunden, Tage, Wochen oder Monate dauern. Aber dann beginnt deine erweiterte Wahrnehmung in deinem Bewusstsein zu landen.
Und ja, manchmal begegnet einem vielleicht noch die alte Welt in Ausformungen der empathielosen Elite. Diejenigen, die sich willentlich vom Licht abgewandt haben. Und dann kann es passieren, dass du dich ohnmächtig fühlst. Mögest du dich in einem solchen Moment an das Gegenmittel zu dieser schwarzen Magie erinnern. Es ist die Liebe zu dir selbst. Wenn du dich an sie erinnerst, bist du mächtig. Denn „Ohnmacht“ heißt „ohne Macht“. Das bedeutet: Ich fühle mich ohne Macht, hilflos, nicht fähig, mit etwas umzugehen, etwas zu bewältigen. Womöglich gegenüber einer Situation oder in Bezug auf Emotionen einem anderen gegenüber. In jenem Fall habe ich meine Macht abgegeben.
Was bedeutet es also, machtvoll zu sein?
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Ich nehme meine Macht wieder zurück zu mir.
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Ich nehme die Verantwortung für mich in meine Hand.
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Ich kehre zurück zur Liebe zu mir selbst.
Auf die gleiche Weise finde ich allzeit die Antwort auf eine entstehende Frage – und zwar in mir.
Somit handle ich aus mir heraus und nicht als Reaktion auf etwas von außen. Sei es eine Anforderung oder Bedrohung von außen.
Die Welt, die wir kennen, kann also ruhig untergehen.
Falls Sie meine Argumentation zu neuen Gedankengängen anregt – in meinem Buch „Wir sind viele: Ein Mutmach-Buch in turbulenten Zeiten“ lege ich sogar noch eine Schippe „Positives“ drauf!