Stefan Erdmann über sein neues Buch

Stefan Erdmann spricht über sein nächstes Buch, Atlantis, Hitler, die Schwedenkiste der Illuminaten & die Bundeslade

Dan Davis: Hallo Stefan. Gab es in Deinem Leben ein ausschlaggebendes Erlebnis, welches Dich dazu veranlasst hat, Autor zu werden?

Banken, Brot und Bomben Band 1

Stefan Erdmann: Wenn ich mich recht erinnere, habe ich schon als kleines Kind davon geträumt, einmal ein Buch zu schreiben. Das rührte daher, dass ich mich als Kind von der Welt der Erwachsenen nie so recht verstanden fühlte. Aber das geht ja sicherlich vielen Kindern so. Der entscheidende Impuls war dann meine erste Reise nach Ägypten 1990. Es war eine Forschungsreise mit vier anderen Personen. Wir waren allesamt keine Wissenschaftler oder Forscher, vielmehr waren wir eine Gruppe von Medien (medial Begabte), die seit einiger Zeit sehr erfolgreich zusammengearbeitet hatten. Wir waren auf der Suche nach alten Schriftrollen in Verbindung mit Atlantis und der angeblich zerstörten Bibliothek von Alexandria, bei deren Brand der Großteil der 700.000 Schriftrollen
zerstört worden sein soll.
 
Heute weiß man, dass es diesen Brand wahrscheinlich gar nicht gegeben hat, zumindest, was die Bibliothek betrifft. Es gibt gar keinen Beweis dafür, dass die sagen umwobene Bibliothek bei dem Angriff auf Alexandria wirklich derartig zerstört wurde. Viele der uralten Schriften befinden sich heute mit großer Sicherheit in „Privatbesitz“ und im Vatikan − darunter sicherlich auch Schriftzeugnisse über Atlantis, der Sintflutereignisse usw.. Wie dem auch sei, mit dieser Reise begann eigentlich meine intensive Forschungsarbeit in Ägypten rund um die Pyramiden von Gizeh, und es war für mich sehr schnell klar, dass ich darüber auch irgendwann einmal schreiben werde. Als ich dann ein Jahr später Jan kennenlernte, arbeitete ich schon an meinem ersten Buch und Jan war sofort bereit, das Buch zu verlegen.

Dan Davis: Du hast einige hochinteressante Bücher geschrieben, darunter „Banken, Brot und Bomben Teil 1 + 2“. Du stellst darin eine gewagte Jesus-These auf. Außerdem behauptest Du aufgrund Deiner zurückliegenden Forschungen auch, dass Moses in Wirklichkeit Echnaton war. Kannst Du hierzu ein paar Sätze sagen?

Stefan Erdmann: Gerne, obwohl es schwierig ist, dass in wenigen Sätzen zu tun, aber ich werde versuchen, mich kurz zu fassen:

Der Ursprung der Abraham-Religionen liegt in den Tiefen der sumerischen und ägyptischen Kultur, das steht zweifellos fest. Die biblische Schöpfungsgeschichte und die Erzählung über die Sintflut wurden aus viel älteren Quellen übernommen. Es ist beispielsweise auch eindeutig, eine Entwicklung des Christentums aus der älteren hebräischen Religion zu bestätigen. Der Islam stellt die jüngste der drei Abraham-Religionen dar.

Viele Berichte und Erzählungen des Alten Testaments sind durch archäologische Beweise widerlegt worden. Die großen Königreiche von David und Salomon, wie sie in den biblischen Berichten dargestellt werden, kann es nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen so nicht gegeben haben. Auch der bekannte Auszug aus Ägypten kann in der geschilderten Form − und vor allem in der Größe − nach heutigen Erkenntnissen nicht stattgefunden haben. Für die Ägyptologen und viele andere Gelehrte handelte es sich wohl nur um eine kleine Gruppe an Menschen. In der ägyptischen Chronologie wäre ein Auszug, wie die Bibel ihn beschreibt, sicherlich erwähnt worden. Es ist heute eigentlich gar kein Geheimnis mehr, dass es sich bei dem biblischen David um den ägyptischen Pharao Tuthmosis III. handelte, und hinter Salomon verbirgt sich in Wirklichkeit der ägyptische Pharao Amenophis III. − beides sind Pharaonen der 18. Dynastie (ca. 1580 -1314 v. Chr.). Gleiches gilt auch für Moses, der kein geringerer als der ägyptische Pharao Amenophis IV. (Echnaton/ca. 1372-1354 v. Chr.) war.

Die Erzählungen der Bibel über die Israeliten und die alten Ägypter bilden seit Jahrtausenden einen festen Bestandteil des Wissens der Menschheit. Die Geschichte des jüdischen Volkes und ihr Wissen ist im Wesentlichen mit der ägyptischen Kultur mehr als verwurzelt. Das lässt sich durch das Alte Testament bestätigen, denn dort begegnen wir dem Wort Ägypten einige hundert Male, im Vergleich dazu begegnen wir dem Wort Israel nur ein einziges Mal in der ägyptischen Chronologie. Israel war nun einmal viel unbedeutender als viele Historiker das heute wahr haben wollen.

Von Abraham bis Jesus ist die Geschichte der biblischen Stammväter mit Ägypten tiefer verbunden, als das wohl jemals in seiner ganzen Bandbreite erfassbar wäre.

Bei dem Verfassen der fünf Bücher Mose wurden sämtliche Pharaonen, die im Zusammenhang mit der Geschichte des israelischen Volkes standen – bis auf eine Ausnahme –, nicht mehr erwähnt. Zwischen den Erzählungen des Alten Testaments, die über Jahrhunderte hinweg mündlich übergeben wurden, und der endgültigen Niederschrift lagen viele Jahrhunderte. Dadurch kam es zwangsläufig zu Veränderungen, so dass viele Ereignisse ein anderes Gesicht erhielten.

Besonders die jeweilige Ideologie der Autoren und der jeweiligen geschichtlichen

Epoche, in der sie lebten, führte sicherlich auch zu bewussten Veränderungen der mündlichen Überlieferungen.

Viele biblische Personen sind historisch nicht bewiesen, wie beispielsweise auch Jesus. Für das Leben und Wirken des biblischen Jesu gibt es gegenwärtig keinen einzigen Beweis. Die vielen Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen zwischen dem biblischen Jesus und Tutenchamun legen den Schluss nahe, dass es sich bei ihnen um ein und dieselbe Person gehandelt haben könnte. Besonderes Gewicht erhält diese These dadurch, dass Wissenschaftler bereits 1968 festgestellt haben, dass die Mumie Tutenchamuns semitische Gesichtszüge hat und dass im Jahre 2001 die DNS-Untersuchungen an der Mumie durch höchste ägyptische Instanzen verhindert wurden – vermutlich weil es in ägyptischen Kreisen eindeutige Hinweise darauf gibt, dass Tutenchamun tatsächlich Hebräer war. Ebenso schlüssig ist in diesem Zusammenhang, dass es sich bei Echnaton und dem biblischen Moses um ein und dieselbe Person handelt, wie ich oben schon erwähnt habe. Echnatons (Moses) Mutter war Teye, die ihrerseits Yuyas (der biblische Joseph) Tochter und somit ebenfalls nur Halb-Ägypterin war.

Der Vergleich der biblischen Erzählungen mit der ägyptischen Chronologie rückt das Alte Testament in ein ganz neues Licht. Viele der dort beschriebenen Ereignisse haben wahrscheinlich zu einem viel früheren Zeitpunkt stattgefunden. Die Abraham-Religionen mit ihren gegenwärtig etwa 3,5 Milliarden Gläubigen sind trotz ihrer gemeinsamen Wurzeln festgefahren – durch die jeweilige Inanspruchnahme der Absolutheit. Die Geschichte nahezu aller Kriege der letzten Jahrtausende scheint mit den Religionen fest verwurzelt zu sein, bis in die politische Gegenwart hinein − wie unschwer zu erkennen ist. Schenken wir den Jahrtausende alten Prophezeiungen Glauben, steuern wir auf einen nicht vorstellbaren Weltenbrand (Weltkrieg) ungeheuren Ausmaßes zu. Historisch und wissenschaftlich gesehen ist die alles entscheidende Frage nach der Göttlichkeit und Auferstehung Jesu nicht geklärt – von keiner der beiden Seiten, also weder von der katholischen Kirche, welche das Leben und Wirken Jesu absichtlich verfälscht hat, noch von der Gegenkirche – der Logen.

Selbst die These, dass es sich bei Jesus und Tutenchamun um ein und dieselbe Person gehandelt haben kann, ist in Bezug auf die Lehre, die dem biblischen Jesu im Neuen Testament zugeschrieben wird, von absolut zweitrangiger Bedeutung. Die Lehre dieses biblischen Jesu ist und bleibt einzigartig – so viel steht fest! Schenkt man der Bibel glauben, hatte dieser Weisheitslehrer offensichtlich einen hohen Bewusstseinsgrad erlangt. Wäre seine Lehre richtig interpretiert worden –

hier wird vorzugsweise die katholische Kirche angesprochen –, stünde eben nur seine Weisheitslehre im Mittelpunkt allen menschlichen Handelns. Was die katholische Kirche letztlich aus seiner Lehre getan hat, ist eigentlich ein Verbrechen.

Dan Davis: In Deinen Büchern gehst Du auch immer wieder auf Geheimgesellschaften und die Freimaurer ein. Die Freimaurerei an sich ist ja eigentlich nichts Schlechtes. Es gibt dort wie überall im Leben positive und negative Menschen. Es ist aber eine entscheidende Frage, ob sie in der Vergangenheit tatsächlich vom Orden der Illuminaten unterwandert wurde und ob sich diese Gruppierung unwissentlich fast aller, auch fast aller Freimaurer, nun in einem sogenannten übergeordneten “Logengrad“ an der Spitze dieser Organisation befindet. Welche Erkenntnisse hast Du hierzu?

Stefan Erdmann: Ich habe mich, neben meinem Spezialgebiet Ägypten, Pyramiden usw., auch immer mit Politik bzw. Hintergrundpolitik sowie der deutschen Geschichte, der Weltkriege usw. befasst und darüber ja auch als Autor publiziert − zuletzt als Co-Autor in Jans letztem Werk „Politischen Unkorrekt“. Natürlich stößt man bei dieser Thematik recht schnell auf Logen, Geheimbünde und die Illuminaten. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die Illuminaten die Freimaurer und letztlich auch die katholische Kirche unterwandert haben, und das schon recht früh. Die illuminierten und reichen Netzwerke haben sich im Laufe der Jahrhunderte immer mehr konzentriert, und ich gehe davon aus, dass es wirklich nur wenige Familien sind, die die Welt heute regieren. Für diese Herrschaften spielt es keine Rolle, Freimaurer Rosenkreuzer oder Illuminat zu sein. Das sind für sie nur gut organisierte und weltweite Netzwerke, deren sie sich bedienen. Ich denke, dass für sie auch Religion eine absolut untergeordnete Rolle spielt! Es geht nur um das Ziel ,und das Ziel ist die „Neue Weltordnung“ unter einer Zentralen Weltregierung. Und dieses Ziel ist zu großen Teilen ja schon erreicht. Kaum jemand macht sich darüber Gedanken, dass das Modell „Europa“ letztlich nichts anderes darstellt. Den − ich nenne sie mal die „regierenden Familien“ − war spätestens nach dem Ersten Weltkrieg klar, dass auf dem Weg zur Weltregierung die Kontrolle über Europa der wichtigste Schritt sein wird. Und um Europa zu kontrollieren, musste man Deutschland beherrschen. Dafür waren zwei inszenierte Weltkriege notwendig. Vergiss auch nicht die von den Familien inszenierte Russische Revolution und den Sturz der Europäischen Königshäuser...

Dan Davis: Hast Du schon von der Schwedenkiste der Illuminaten gehört? Man behauptet ja, die bisherigen Erkenntnisse daraus würden darauf hindeuten, dass man die Geschichte der Freimaurerei neu schreiben müsste. Hast Du hierzu ein paar Informationen?

Stefan Erdmann: Ja, dabei handelt es sich um umfassende Dokumente (Protokolle, Präfekturberichte und Logenreden aus dem Zeitraum zwischen 1776 und 1787) bedeutender Freimaurer und Illuminaten wie z. B. Ernst II. Sachsen-Gotha-Altenburg und Johann Joachim Christoph Bode. Die Unterlagen gingen nach dem Tod des Herzogs zunächst an die Großloge von Schweden und kehrten dann 1883 nach Gotha zurück.

Auch wenn man hier von bedeutenden Unterlagen mit höchst brisanten Inhalten ausgehen kann, ändert es nichts an der Tatsache, dass die Familien ihre Pläne, beginnend mit der Unterwanderung der katholischen Kirche, der Russischen Revolution und der beiden Weltkriege (-> Kontrolle über Deutschland und Europa), zu über 90% umgesetzt haben. Wichtig ist es, das zunächst zu erkennen und einen Weg zu finden, sich aus dieser Zwangslage wieder zu befreien. Hier sind meiner Ansicht nach die europäischen Größen wie England, Frankreich Italien und letztlich Deutschland gefragt. Ein entscheidender Faktor wird sein, ob sich die Europäische Gemeinschaft so halten kann oder ob es diese kontrollierte Staatengemeinschaft schafft, sich aus den Zwängen zu befreien und wieder nationale Selbständigkeit und finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen.

Ich denke, es wird einen Bruch in Europa geben, aufgrund der immer größer werdenden sozialen Probleme der Menschen. Die Folge werden Bürgerkrieg sein und eine weltweite nie dagewesene Wirtschaftskrise. Wir sind eigentlich schon mitten drin in diesem Szenario. Nur durch die massive Geldflut der Notenbaken zögert sich der Zusammenbruch noch weiter hinaus. Aber er wird kommen, da bin ich sicher.

Dan Davis: Deine Forschungen drehen sich auch immer wieder um die Pyramiden in Ägypten. Wer hat sie Deiner Meinung nach erbaut und in wessen Auftrag? Gibt es Deiner Meinung nach eine Verbindung zu einer längst untergegangenen Hochzivilisation?

Stefan Erdmann: Ich kann leider nicht sagen, wer sie gebaut hat und wer sie in Auftrag gegeben hat.

Wir können heute aber sicher behaupten, dass es nicht Cheops war und dass die Pyramiden ursprünglich nie zu Begräbniszwecken errichtet wurden.

Stefan Erdmann in der Pyramide in DashurLass mich aber hierzu etwas mehr ins Detail gehen: Hier muss man erst einmal unterscheiden zwischen dem Groß-Pyramidensystem und dem Klein-Pyramidensystem. Zu den Groß-Pyramiden können wir z.B. die drei Gizeh-Pyramiden, die Dashur-Pyramide, die Rote Pyramide, Abu Roach und auch die Pyramide von Meidum zählen. All diese Groß-Pyramiden waren technische Bauwerke, die mit riesigen Umfassungsmauern versehen waren und quasi im Wasserbecken standen. Ich denke, die große Pyramide war eine Art Kraftwerk.

Bild rechts: Stefan Erdmann in der Pyramide in Dashur

Ich bin ebenfalls ein Anhänger der These, dass es ein reales Goldenes Zeitalter auf der Erde gab. Wir sprechen dann von einem Zeitpunkt vor dem Sintflutereignis und dem damit zusammenhängenden Untergang von Atlantis. Ich denke, dass sich die Sintflut in einem Zeitrahmen zwischen 8.000 und 12.500 v. Chr. ereignete.

Dan Davis: Du hast auch geschrieben, bei der Cheops-Pyramide würde es sich um eine Art alten Wasserspeicher handeln. Was veranlasste Dich zu dieser gewagten These?

Stefan Erdmann in der Großen PyramideBild links: Stefan Erdmann in der Großen Pyramide

Stefan Erdmann: Das ist nicht ganz richtig. Dieser Eindruck entsteht, wenn man nur den Film „Die Cheops-Lüge“ anschaut. Hier habe ich aber nur die Waldhauser-Theorie untersucht und durch eine wissenschaftliche Untersuchung den Nachweis erbringen können, dass über längere Zeiträume hinweg Wasser durch die Pyramide floss. Außerdem konnte ich belegen, dass es den sogenannten „Herodot-Kanal“ wirklich gibt. Erst im Buch „Die Jahrtausendlüge“, dass ich gemeinsam mit Jan geschrieben habe, gehen wir deutlicher darauf ein und erklären, dass einerseits wirklich Wasser durch die Pyramide floss − jedoch nicht aus dem Grund, das Mikroklima zu beeinflussen. Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand sind die Groß-Pyramiden aus rein technischen Gründen errichtet worden. Ich denke, dass die große Pyramide eine Art Kraftwerk war.

Dan Davis: Hattest Du selbst schon Erlebnisse, die man als „übersinnlich“ umschreiben könnte?

Stefan Erdmann: Ja, ganz gewiss, aber das ist eine sehr persönliche Sache. Ich habe in den vergangenen 20 Jahren viele Stunden und Nächte in der großen Pyramide verbracht, da mich − neben den rein wissenschaftlichen Fakten um den Sinn und Zweck der Pyramide −, auch diese „übersinnlichen“ Dinge, von denen ja seit Jahrhunderten berichtet wird, immer brennend interessierten. Jeder Mensch kann diese Erfahrungen machen, nur denke ich, dass sie von Mensch zu Mensch sehr verschieden sein können. Fakt ist, dass die Pyramide ein Formresonator ist und ein längerer Aufenthalt immer einen Einfluss auf das menschliche Bewusstsein hat.

Dan Davis: Ein anderes Buch von Dir befasst sich mit der Bundeslade. Ich habe vor einiger Zeit Erich von Däniken interviewt, der ebenfalls sehr spannende Dinge hierzu zu berichten wusste. Gibt es hier eventuell Deiner Meinung nach einen Hinweis auf eine Hochtechnologie?

Stefan Erdmann: Ja, das halte ich für durchaus möglich. Aber auch hier gibt es viele unterschiedliche Theorien. Es kann meiner Ansicht sogar mit der großen Pyramide und der Königskammer zusammenhängen. Und zwar betrifft das den sogenannten Sarkophag. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Truhe komplett mit Gold überzogen war. Wenn man die Truhe sorgfältig untersucht, kann man das feststellen. Hinzu kommt, dass die Königskammer komplett aus Rosengranit besteht. Das ist ein hervorragender technischer Isolator, was eben auch auf Gold zutrifft. Zudem konnte die Kammer durch eine massive Schiebevorrichtung hermetisch abgeriegelt werden. Was hier technisch vor sich ging, ist bis heute noch weitgehend unerforscht. Es gibt noch einen Hinweis, der diese These unterstreicht. Dabei handelt es sich um Verbrennungsspuren an den Deckenblöcken der Kammer, die definitiv nicht aus moderner Zeit stammen und keineswegs irgendwelche Fackelspuren sind. Soviel zu meiner Theorie bzgl. Bundeslade.

Dass die biblische Geschichte wenig glaubwürdig ist, ergibt sich auch aus der Tatsache, das die späteren Schriftgelehrten die Geschichte des frühen Altertums umfangreich umgeschrieben haben; sehr viel ist nachweislich aus dem alten ägyptischen Kulturgut entlehnt, wie ich weiter oben erklärt habe. Möglicherweise auch die Geschichte um die Bundeslade.

Dan Davis: Du glaubst also nicht, dass Jesus am Kreuz gestorben ist? 

Stefan Erdmann: Diese Frage, die sicherlich für Jesus-Befürworter interessant sein mag, habe ich eigentlich zuvor schon beantwortet. Obwohl ich ein tief gläubiger Mensch und auch ein Jesus-Verehrer (-> seiner Lehre von Liebe und Nächstenliebe) bin, denke ich, dass sich das alles so niemals abgespielt hat, wie im Neuen Testament beschrieben.

Wichtig ist, wie gesagt, welche Lehre durch einen möglichen Jesus in die Welt getragen wurde und für viele Millionen Menschen heute von essentieller Bedeutung ist.

Dan Davis: Der Ausbau des Überwachungsstaates läuft auf Hochtouren. Ich wohne in Stuttgart und ständig werden hier neue Überwachungskameras überall installiert, die einfach hingenommen werden, ohne dass es Bürger gibt, die auch nur fragen, wozu. Auch auf der A8 bei Stuttgart haben sie jetzt begonnen, aller paar Meter Kameras auf beiden Seiten zu installieren. Emails. Handys, Faxe… Einige Leute behaupten ja, falls hinter all diesen Vorgehen nicht nur die offiziellen benannten Beweggründe stecken, wird es irgendwann in naher Zukunft zu spät sein, wenn die Bürger bis dahin nicht aufwachen. Stefan Weidner von den Böhzen Onkelz drückte es vor einigen Jahren in einem Interview inhaltlich in etwa so aus: `Der Staat zeigt mit dem Finger auf uns, und dass er die Bürger vor uns schützen muss. Aber wer schützt eigentlich die Bürger vor dem Staat?`

Stefan Erdmann: Niemand. Und das wird sich auch nicht mehr ändern. Ich habe über diese Themen schon vor fast 10 Jahren geschrieben und schon vor mir viele andere Autoren. „1984“ ist schon lange Gegenwart, und das offensichtlich wirklich Gefährliche ist eigentlich, dass wir uns an diese unmenschlichen Dinge zu schnell gewöhnen. Aber schau, die Menschen werden heute durch wirtschaftliche Zwänge viel mehr erdrückt, dass sie nicht einmal mehr die Kraft haben, sich über diese Dinge Gedanken zu machen.

Dan Davis: Leben wir in den „Letzten Tagen“? Zumindest was den „Point of no Return“ beim Thema Überwachungsstaat angeht und den damit verbundenen Verlust der Freiheit, könnte man ja auf den Gedanken kommen.

Stefan Erdmann: Ja, ich denke der Punkt ist schon lange erreicht. Freiheit hängt ja schließlich immer auch mit den finanziellen Möglichkeiten zusammen. Es gibt sehr viele arme Menschen in unserem Land, den braucht man nicht mit Themen wie „Freiheit“ und „Überwachungsstaat“ kommen. Ein normaler Alleinverdiener kann heute gerade mal sich selbst einigermaßen ernähren, aber keine Familie. Der soziale Absturz in unserem Land − und letztlich in ganz Europa − ist erschütternd. Und dem liegt ein Plan zu Grunde, das ist eigentlich das Abartige. Ich habe in Verbindung mit meinem politischen Werk, „Banken, Brot und Bomben − Band 2“ einmal geschrieben, dass es eigentlich unglaublich ist, dass es gelingen konnte, in einem Zeitraum von nur zwei Generationen ein ganzes Volk zu politischen Dummköpfen zu erziehen, und dass heute kaum ein Bundesbürger über die juristische Situation der BRD auch nur ansatzweise informiert ist – vielleicht ist es aber auch besser so...

Dan Davis: Du hast mit Jan van Helsing ein Buch geschrieben mit dem Titel „Hitler überlebte in Argentinien“, zu dem ich Jan vor einiger Zeit auch schon interviewt habe. Kannst Du hierzu auch noch ein paar Worte sagen?

Stefan Erdmann: Jan und ich haben in die Sache viel Zeit und Energie investiert. Alles begann mit einer längeren Reise durch mehrere südamerikanische Länder im Winter 2010. Unsere Ziele waren eigentlich ganz andere, als uns mit dem Thema einer möglichen Flucht Hitlers zu befassen. Aber alles kam ganz anders, wie das ja oft im Leben ist.

Ich denke im Nachhinein, dass wir hier − gemeinsam mit Abel Basti − dem deutschsprachigen Markt ein sehr interessantes Werk präsentiert haben. Es ist ein wichtiges Buch. Dass Hitler und seine Frau tatsächlich nach Südamerika geflohen sind, ist nach den uns vorliegenden Dokumenten und den Aussagen direkter Augenzeugen kaum mehr von der Hand zu weisen. Aber einen endgültigen Beweis – zum Beispiel ein Interview mit seiner angeblichen Tochter aus Buenos Aires oder das Auffinden seines Leichnams − können wir bislang nicht liefern. Es liegen uns beispielsweise auch zwei

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Fotos von Hitler in Paraguay vor – nach 1945. Aber Kritiker werden auch hier wieder von „Fälschungen“ und dergleichen sprechen. Spannend finde ich vor allem die jahrzehntelange Verschleierung. Man kann schon sagen: bewusste Irreführung in dieser Sache. Wer sich ernsthaft mit dieser Thematik beschäftigt, wird sehr schnell feststellen, dass es keinen Beweis für Hitlers und Eva Brauns Freitod im Berliner Bunker gibt − keine Leichen, kein Hitler-Schädel, falsche Zahnprothesen, jahrzehntelange Irreführung der Russischen Regierung und der alliierten Geheimdienste, falsche Zeugenaussagen usw..

Bild links: Stefan Erdmann mit Jan van Helsing 2011 in Paraguay

Nach der Veröffentlichung des Buches waren wir zweimal zu Besuch bei Hitlers Leibwächter und dem letzten noch lebenden Zeugen aus dem Bunker, Rochus Misch, mit dem wir einige Stunden sprechen konnten. Ein hochinteressantes Gespräch, zu dem ich aber leider keine Details verraten kann, da wir seine Aussagen noch mit anderen Recherchen vergleichen müssen. Es handelt sich aber um brisante Aussagen.

Besonders interessant war für uns aber der Fall Martin Bormann, denn hier haben wir Original-Dokumente und auch einen äußerst wichtigen Zeugen vorliegen. Auch hier haben die Geheimdienste viel verschleiert. Wir sind nicht nur auf den Paraguayischen Pass von Martin Bormann gestoßen, uns liegt mittlerweile auch ein Dokument vor, das eindeutig belegt, dass Martin Bormann nach Südamerika geflohen ist. Wir haben danach auch noch drei weitere Zeugen kennengelernt, die Bormanns Wirken in Südamerika persönlich bestätigen konnten. Wir sind wirklich auf unfassbare Zusammenhänge gestoßen. Die alliierten Geheimdienste haben mit Bormann, Hitler und dem Gestapo-Chef Müller ein Abkommen getroffen, da bin ich mir sicher. Es ging schließlich neben vielen technischen Errungenschaften der Deutschen auch um unvorstellbar viel Geld – es ging um Milliarden. Das Schlimmste, was den Alliierten hätte passieren können, wäre ein toter Hitler, ein toter Bormann und ein toter Müller gewesen. Ich denke, dass die Alliierten überaus gesprächsbereit und recht kooperativ waren und es ein Geheimabkommen gab – ihr Weg führte nach Südamerika, mit Ausnahme von Müller, der zunächst in die Schweiz floh, und dann für die Amerikaner tätig war.

Das in Kürze. Alles Weitere würde hier zu weit führen. Ich kann aber guten Gewissens auf das Buch verweisen und auch auf zwei Interviews, die im Kopp-Verlag erschienen sind.

Lass mich aber kurz noch für die Skeptiker anmerken, dass es im Polizeipräsidium in Asuncion mehrere Aktenordner zur Person Hitlers gibt, die immer noch unter Verschluss sind. Wieso gibt es in Argentinien Aktenordner über eine Person, die offiziell nie in Argentinien war? Und wozu sind sie unter Verschluss, wenn Hitler ja schon seit 67 Jahren tot ist?

Dan Davis: Werden wir Deiner Meinung nach von Außerirdischen oder Zeitreisenden besucht – oder sind Außerirdische in den meisten Fällen mehr oder weniger zwangsläufig ohnehin Zeitreisende?

Stefan Erdmann: Sind wir nicht alle selbst ein bisschen außerirdisch?

Stefan Erdmann und Jan van Helsing bei Credo Mutwa, Südafrika, Februar 2010Ich denke schon, dass da etwas dran ist. Wenn dem so ist, kann man davon ausgehen, dass besonders in den USA seit Jahrzehnten eine geheime Forschung in diesem Bereich stattfindet. Ich habe mich mit diesem Thema auch beschäftigt und habe auch viel mit Jan darüber diskutiert, der die gleiche Meinung vertritt. Für mich war es sehr interessant, dass ich auf meinen vielen Forschungsreisen in Afrika immer wieder auf diese Thematik stieß. Interessant waren in diesem Zusammenhang meine Treffen mit Credo Mutwa, dem heiligen Zulu aus Südafrika. Gemeinsam mit Jan haben ich Mutwa zuletzt vor 3 Jahren besucht. Mutwa hat, wie kaum ein anderer, viele hochinteressante Geschichten und Berichte zum Thema Außerirdische gebracht, die auch die Grundlage der Publikationen von David Icke sind.

Dan Davis: Könnte es sein, dass unsere Nachfahren hinter einiger Erlebnissen, die man als Götter oder das Eingreifen Gottes dort interpretierte, in der Bibel stecken, sprich wir also schon in einer veränderten Vergangenheit leben? Und dass diese irgendetwas der Zukunft verhindern wollen. Etwas, was man eventuell dort als „Offenbarung“ ankündigt? Oder ist das allzu abwegig für Dich?

Stefan Erdmann: Ja, das ist für mich abwegig. Ich denke vielmehr, dass die meisten Berichte aus der Offenbarung vergangene Ereignisse widerspiegeln und falsch interpretiert werden. Zum Beispiel wird hier gleich mehrfach von den kataklysmischen Ereignissen berichtet, die das Gesicht der Erde vor ein paar Tausend Jahren komplett verändert haben. Und auch die so beliebte Geschichte von dem „Gefallenen Engel“ packe ich in diese Schublade. Oder glaubst Du ernsthaft an diese Ammenmärchen von Luzifer, Satan, Teufel, der Hölle oder das Menschen als Sünder geboren werden?

Dan Davis: Arbeitest Du gerade an einem neuen Buch oder einem neuen Film?

Stefan Erdmann: Ja, seit über einem Jahr schreibe ich an einem neuen Buch. Darin geht es u.a. um die weltweite Pyramiden-Kultur und den transatlantischen Kulturaustausch − Jahrtausende vor Kolumbus! In diesem Zusammenhang geht es aber zwangsläufig auch um die Sintflut, den Untergang von Atlantis und ein mögliches „Goldenes Zeitalter“ lange vor der großen Flut. Dass es diese globale Flut gegeben hat, ist seit Jahrzehnten wissenschaftlich bewiesen. Und ob Du es glaubst oder nicht, es gibt viele Hinweise, die auf eine hohe Kulturstufe vor der Flut, also vor mindestens mehr als 10.000 Jahren, hinweisen.

Weiter sind dieses Jahr noch Untersuchungen in Ägypten geplant, die ich mit Spannung erwarte. Dazu kann ich aber noch nichts verraten.

Dan Davis: Vielen Dank für Deine ausführlichen Antworten!

(Copyright by COVER UP! Newsmagazine, 23.02.2013)

Link: http://www.cover-up-newsmagazine.de/STEFAN-ERDMANN-Interview-2013.html

(Copyright Bilder: by Stefan Erdmann)



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